Die Faszien

Das Organ der Form

FASZIEN

Faszien sind ein Netzwerk aus Bindegewebe-Hüllen, -Strängen und –Schichten. Sie bilden ein fast alles stützendes, haltendes und umhüllendes Netzwerk im Körper, das Organen, Muskeln und Knochen die Form gibt. Faszien verdicken und verdichten sich, wenn sie ständig exzessiven Belastungen ausgesetzt sind. Wer nach einem Unfall mehrere Wochen Gips tragen muss oder humpelt, "lernt" unnatürliche Bewegungsabläufe, die sich im Netzwerk der Muskelfaszien niederschlagen.

Die Faszien reagieren auf Druck, Energie oder Wärme und lassen sich durch deren gezielte Anwendung beeinflussen. Unter der Einwirkung dieser Energien werden Faszien geschmeidiger und erlauben es, der "eingepackten" Struktur einen neuen Ort zu finden, sich mit anderen Körperteilen in eine harmonischere Beziehung zu begeben.

Faszien kommen im ganzen Körper vor. Sie umhüllen Muskeln, Organe und Knochen und garantieren somit die anatomische Integrität. Lange Zeit wurden die Faszien von der Medizin wenig beachtet. Heute forschen viele Experten interdisziplinär an diesem multifunktionellen, faszinierenden Körperorgan und immer noch hat es nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben.

Modell der Faszien, dem Organ der Form
 
Definition

Faszien sind ein Teil des Bindegewebesystems, welches den menschlichen Körper durchdringt. Sie bilden eine ununterbrochene Ganzkörper-Matrix, welche unseren Körper strukturell stützt. Faszien greifen ineinander und umgeben alle Organe, Muskeln, Knochen und Nervenfasern.
Sie bilden ein einzigartiges System für das Funktionieren des Körpers.

Quelle: FasciaCongress.org
Orig. Englisch
Übersetzung D. Albertani